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Mikrokosmos Camping

Das Zelt im Keller.
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Da war er also, ein lustiger gemütlicher Sommerabend mit einer befreundeten Familie. Diese erzählten uns, dass sie zwei Wochen zum Campen mit Wohnwagen nach Italien fahren. Wir hatten dieses Jahr noch nicht wirklich Urlaub und die Kids wollten ja schon immer mal Zelten. Somit ist die Idee entstanden wir könnten ja unsere Kinder überraschen und uns für ein paar Tage treffen.

Kurzes Nachdenken – ja wir haben noch so etwas wie ein Zelt im Keller. Da könnten wir bestimmt mit der ganzen Familie reinpassen.

Gesagt, geplant, getan.

Dazu ist vielleicht anzumerken, dass ich persönlich schon oft „gezeltet“ habe, nur eben noch nie auf „so einem richtigem“ Campingplatz. So begannen die Vorbereitungen und es ist wirklich schön wie sich die Frage nach 4 oder 5 mm Stärke der Isomatte in den Kopfwindungen als wichtiges Element festsetzt. Wir entschieden uns dann für 5 mm in den Farbe Schwarz, Grün und Blau. Und richtig erkannt – es ist vollkommen egal ob 4 oder 5 mm billiger Schaumstoffkram den S-Träger unseres Körpers vom Waldboden trennt.

Nächste Frage – großes, langsames oder kleines, schnelles Auto: Frau entschied sich für klein und schnell. Diese Auswahl machte mir die Gepäckplanung auch einfacher. Zelt, Schlafsäcke, Isomatte (wie gesagt 5mm Schwarz, Grün und Blau), eine kleine Kiste, Geldbeutel.

Auch die Frage der Route spielte eine entscheidend Rolle. Wir wählten die Schöne, ohne viel Maut aber mit ganz ganz toller Streckenführung über die Alpen. Zeitlich geplant mit Sonnenaufgang auf der Passhöhe.

Kleiner Tip: Es ist wirklich schön so über Felbertauern und andere Pässe zu fahren. Aber bei nur vier Tagen Zeit eher nicht zielführend.

Tag 01 – Ankunft:
Die erste Überraschung bei der Ankunft – es gibt für Zelte gar keine wirklichen Stellplätze. Die Frage nach Elektrizität haben wir dankend abgelehnt, es sind ja nur vier Tage und ich habe schließlich eine Stirnlampe. Wir folgenden also brav der Ansage beim CheckIn: Einfach links in den Pinienwald und ein Plätzchen aussuchen. Zelt aufbauen und Auto daneben stellen. Nach dreimaligen durchpflügen des eben genannten Wäldchens haben wir unser Glück in einer kleinen Nische neben Familie Flodder gefunden. Ein interessanter Mikrokosmos eröffnete sich uns, wobei es wirklich zu sagen gilt: „Gar nicht mal so schlecht“. Die Anlage www.campingsabbiadoro.it ist trotz 50-jährigem bestehen sauber und gepflegt und durch den direkt am Platz anwesenden Supermarkt war auch das Frühstück gesichert. Aufgrund der geladenen Kiste konnten wir (durch professionelles umfunktionieren – einfach umdrehen) auch mit einem Campingtisch glänzen. Denn fehlenden Comfort konnten wir durch stetiges nerven der anwesenden, befreundeten Familie und deren Gastfreundschaft im Wohnwagen perfekt ausgleichen. Das Highlight des Tages waren sicher die glänzende Kinderaugen und die Freude, welche bis zum treffen auf dem Campingplatz nichts von dem Geheimplan der „bösen“ Eltern wussten.

Tag 02 und 03:
Hier gibt es nicht viel zu sagen. Bei Traumwetter pendelten wir zwischen Pool, Strand, Bars und Shoppingmeile – einfach schön. Selbst die heftigen nächtlichen Gewitter machte das Zelten eher noch mehr zum Erlebnis.

Tag 04 – Abreise:
Packen und mit ein bisschen Wehmut die Rückreise antreten. Diesmal aber die schnelle Route wählen. Das dachten sich am Sonntag aber auch noch andere, so kämpften wir uns bei strömenden Regen mit der gesamten Blechlawine Richtung Norden zurück in die Heimat am Tegernsee.

Fazit:
Kurz, schön und für uns wie auch die Kinder mal wieder ein ganz spezielles Erlebnis. Für ein paar Tage kann ich mir vorstellen öfters einmal einen kleinen Tripp mit Zelt zu machen – dann vielleicht mit Isomatten in einer anderen Farbe (dürfen auch dicker sein). Selbst meine bisherige Meinung zum längeren Campen werde ich überdenken müssen. Mit dem richtigen Wohnmobil oder Camper kann das richtig Spaß machen. Und mit den richtigen Menschen um sich nochmals schöner, danke.

 

In diesem Sinne – gerne wieder

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