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Ich stehe im alten Zentrum von Istanbul. Dem Stadtteil Sultanahmet, in früheren Zeiten auch Konstantinopel genannt und beschließe hier mein „Epizentrum“ für die nächsten Tage in der Stadt aufzuschlagen. Ich bin müde, von oben bis unten verschwitzt, schmutzig und mit Sicherheit kein wirklicher Spaß für die olfaktorische Wahrnehmung meiner Mitmenschen. Also die besten Voraussetzungen in Hotels zu maschieren und nach einem Zimmer zu fragen. Aber es klappt, obwohl ich mitten in den Frühstücksbereich des kleinen Sultan House platze. Aufgrund der Touristenmassen bekomme ich das Zimmer aber nur für eine Nacht. Erstmal egal. Ich genehmige mir eine Dusche und wasche zeitgleich mit Shampoo meine Wäsche in Sichtweite zur Hagia Sophia. Ich beschließe, mich noch eine Stunde mit Schlaf zu versorgen um mich dann um die Rückreise und ein Hotel für die nächsten Nächte zu kümmern.

Da mich bereits die Faulheit gepackt hat, nutze ich einfach die direkte Verbindung zu meiner Frau und hoffe, dass sie mir schon irgendwie einen Rückflug in den nächsten Tagen organisieren kann … ich habe wirklich keine Lust jetzt schon wieder zum Flughafen zu fahren und mich in irgendwelche Warteschlangen zu stellen. Wenig später bekomme ich schon mein eTicket mit Rückflug am Montag. Jeahh. Inkl. dem heutigen Tag habe ich ganze vier Tage um Istanbul in mich aufzusaugen. Auch eine Schlafstädte für die nächsten Nächte ist gefunden und damit auch der organisatorische Teil abgeschlossen.

Ich streife also erstmal planlos durch eine auf den ersten Blick schräge, geile und bunte Stadt. Hunderte von Straßenhändlern, Geschäfte mit „alles Original“, Düfte, Farben … versetzen mich in die Welt von Istanbul.

Wenig später am Bosporus mit dem angrenzenden Marmarameer, welches viel größer ist als gedacht oder auf vielen Bildern gesehen, nehme ich auf einer kleinen Bank Platz, lasse meinen Blick schweifen und beginne zu entschleunigen. Essenszeit. Es gibt Bali ekmek, frischer Fisch aus dem Bosporus im türkischen Brot, welches direkt von den schwankenden Booten am Flussufer der Galatabrücke am goldenen Horn gereicht wird. Als Nachtisch gibt es, von den zahlreichen mobilen Imbissverkäufern, Melone und frischen Mais. Mein Endziel Asien liegt vor meinen Augen – aber das ist ja auch noch morgen da.

Ich streife noch etwas durch die Stadt und mache mich am frühen Abend zurück auf den Weg in Richtung Hotel. Während ich Tagebuch schreibe und Pläne für die nächsten Tage schmiede gönne ich mir ein
frisches Effes.

Gute Nacht.

 

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