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Zeit für positives Feedback.

Da war es wieder, das „böse“ Wort. Mit zwei Kindern im Grundschulalter habe ich inzwischen den einen oder anderen Elternabend miterlebt. Das Fazit war irgendwie immer das gleiche: Keine neuen Erkenntnisse. Ich bin meistens auf unvorbereitete Lehrkräfte getroffen, welche überwiegend die Aufgaben der Eltern in Ausbildungs- und Erziehungsfragen dargelegt haben. Punkt.

Jetzt war in diesem Jahr beim zweiten Kind der Elternabend an der Reihe. Es handelt sich um die vierte Klasse in Bayern, welche prägend für die weitere Schullaufbahn ist. Da die Eltern in der dritten Klasse drei Lehrkräfte zum schwangerschaftsbedingten Rückzug aus dem aktiven Schuldienst „zwangen“ gab es jetzt wieder eine neue Lehrkraft.

Und jetzt nach einigen Elternschuljahren kann ich endlich mal sagen … danke … es gibt sie doch. Lehrer die top vorbereitet zu einem Elternsprechtag erscheinen oder zumindest diesen Eindruck hinterlassen. Klassenlisten, Protokoll und Konzept lagen vor. Die Lehrkraft legte ihre Vorgehensweise klar dar und nahm die Eltern in die Pflicht. Leider fehlt immer noch eine zeitnahe Kommunikationsmöglichkeit per Email, das kann ich aber verschmerzen wenn unsere Kiddies sich endlich wohlfühlen und ohne Nebenschauplätzen mit leistungsgerechtem Spaß den (wenn auch oft anstrengenden und schweren) Tag in der Schule verbringen können.

Zitat aus dem Gedächtnis: „Sie können über mich sagen was Sie wollen, aber nie vor dem Kind – mit diesem muß ich nämlich den ganzen Tag arbeiten und die Kinder sollten mich mögen!“

Ich bin also bester Dinge für dieses Schuljahr. Natürlich hat sich Frau „Mustermann“ auch vorgestellt und erzählt, dass Sie ursprünglich eine Lehre in der freien Wirtschaft machte und dort auch einige Jahre gearbeitet hat. Hier drängt sich für mich der Verdacht auf ob es nicht für alle Lehrer ganz gut wäre einmal abseits des Lehrplans tätig zu sein und andere Bereiche unseres Wirtschaftssystems kennen zu lernen.

Auch wenn der Eindruck nur kurz war, ich sage gleich mal Danke und hoffe es bleibt so.

Viele Grüße
Eure Lehrer-Kind-Schnittstelle (manchmal auch Eltern genannt)
und zukünftiger Klassenelternsprecher

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